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Reiseführer und allgemeine Kurzbeschreibung des Königreichs Grenzbrueck

Karte des Königreichs Grenzbrueck

Das Königreich Grenzbrueck Das Königreich Grenzbrueck (klicken zum Vergrößern)

Karte des Königreichs Grenzbrueck - Einteilung der Kronvasallentümer

Das Königreich Grenzbrueck politisch Das Königreich Grenzbrueck - Einteilung der Kornvasallentümer (blaue Flächen gehören zur Ecclesia (klicken zum Vergrößern)

Landesgröße

Die geographische Ausdehnung Grenzbruecks liegt bei ca. 650 km auf der West-Ost-Achse und etwa gleich viel auf der Nord-Süd-Achse. Grenzbrueck entspricht damit in etwa und sehr grob gesprochen der halben Größe Deutschlands.

Klimatische Verhältnisse und Landschaft

Klima

Das Klima Grenzbruecks entspricht der Einfachheit und Darstellbarkeit halber dem hiesigen, heutigen Klima, also gemäßigt mit deutlichen jahreszeitlichen Unterschieden.

Landschaft

Für die Landschaft gilt, was für das Klima gilt. Der Darstellbarkeit wegen orientiert es sich an unserer mitteleuropäischen, kontinentalen Landschaft, wie sie sich bei Conschauplätzen findet, d.h. weite Laub- und Mischwälder, Wiesen, Weiden, je nach Gegend auch Hügel und Berge. Wir denken, dass hierdurch eine ausreichende Vielfalt an Landschaftstypen gegeben ist und kein Bedarf für „Fantasylandschaften“ besteht. Wüsten, Regenwälder, weite Sumpfgebiete, Vulkane oder gar Eislandschaften sind nicht zu finden. Auch die Küste ist nur an wenigen Stellen eine „uneinnehmbare“ Steilküste! Die Gebirge sind meist sehr hoch (den Alpen oder zumindest den Mittelgebirgen entsprechend) und stellen schwer passierbares Gelände dar. Die grundsätzliche Vorstellung von Wäldern entspricht allerdings etwas mehr der mittelalterlichen, auch wenn wir heute keine Urwälder mehr darstellen können. Der Wald stellte für die Bevölkerung zwar Quelle von Holz, Fleisch und Waldfrüchten dar, barg aber auch Gefahren in Form von Räuberbanden, wilden Tieren (Wölfe, Bären) oder dem schlichten Problem, sich zu verlaufen und zu verhungern, da es kein ausgebautes Wegenetz gibt. Die größeren Flüsse, wie der Luwhen, die Artha oder die Ravienne, sind auch für größere Handelsschiffe schiffbar (vergleichbar Rhein oder Donau). Kleinere Flüsse können dagegen nur mit Lastkähnen beschifft werden.

Typische Reisegeschwindigkeiten und –dauer

Durchschnittliche Reisegeschwindigkeiten

Reiseart km/h km/Tag
Wanderer (zu Fuß)4-625-40
Läufer (zu Fuß)10-1250-60
Pferd im Galopp20-25
Durchschnittsreisende ohne Eile mit Gefolge und Gepäck 30-45
Reiter, die es eilig haben 50-70
Berittene Kuriere mit Pferdewechsel 50-80
Pferdestaffetten 375
Eilboten der Ecclesia in der Ebene 100
Eilboten der Ecclesia im Gebirge 50
Flußschiffe talwärts auf Luwhen oder Ravienne 100-150
Flußschiffe flussaufwärts (sog. Treideln) auf Luwhen oder Ravienne3-520-40
Ruderboot (nur Ruder), erste Stunde8
Danach2,7-4,2
Unter Segel11
Segelschiff5120-200
Segelschiff von Wind, Strömung und Rudern angetrieben11-13
Schnelles Kriegsschiff17-20150
Handelskogge8-13

Dauer typischer Reisen

Nachfolgend haben wir einmal die ungefähre Dauer typischer Reisewege in Grenzbrueck darzustellen versucht. Es handelt sich um Durchschnittswerte, die durch zahlreiche Einflüsse (z. B. erhöhtes Reisetempo, Gewaltmarsch, Wetterbedingungen, Gelände, Wegsperren, Überfälle etc.) im Einzelfall erheblichen Veränderungen in die eine oder andere Richtung unterliegen. Wie immer gilt es, bei der Bestimmung der individuellen Reisedauer mit dem gesunden Menschenverstand heranzugehen. Es wäre seltsam, wenn ein Herr am einen Tag im Süden Tiburs aufbricht und sich am nächsten Tag in Mendt Hafen wiederfindet. Zum anderen gilt die Regel, dass die Reisezeiten nicht für Charaktere gelten (z. B. wenn ein Spieler an einem Wochenende auf einem Con in Hohenstaden ist und sich am darauffolgenden Wochenende auf einem Abenteuer in Belartha befindet), da Realzeit und Spielzeit nicht absolut aufeinander abgestimmt sind und wir außerdem Spiel ermöglichen und nicht durch Formalitäten verhindern wollen.

Reise Zu Fuß Zu Pferd Per Schiff
Mendt Stadt - BrueckstedtCa.3 ½ TageCa. 6 – 8 StundenNicht möglich
Academie - Mendt StadtCa. 1 ¾ TageCa. 2 - 3 Stunden
Dhulhardt - RavurCa. 11 TageCa. 4 TageCa. 2 ½ Tage

Bevölkerungszahl und Bevölkerungsdichte

Allgemeines

Die Gesamtbevölkerung liegt bei etwa 6,7 Millionen und wächst derzeit stetig (jährliche Steigerungsrate ca. 0,5%). Wir haben uns hierbei in Abhängigkeit der territorialen Größe des Reiches an real-historischen Zahlen des späten Mittelalters orientiert. Die Bevölkerungsdichte nimmt dabei von Westen nach Osten ab, ebenso sind der Norden und der Süden weniger dicht besiedelt, wie das Zentrum des Reiches. Die nachfolgende Übersicht soll einen groben Überblick über die Bevölkerungsverteilung geben. Dabei kann es auch innerhalb der einzelnen Länder sehr starke regionale Schwankungen geben, z. B. sind die Küstenregionen Mendreths stärker besiedelt als die Sumpf- und Moorgebiete etc.

Territorium Bevölkerungszahl
LimestCa. 2.100.000
HohenstadenCa. 1.700.000
BelarthaCa. 600.000
TiburCa. 900.000
MendrethCa. 1.200.000
Ländereien der AcademieCa. 200.000

Stadtbevölkerung und größere Städte mit Einwohnerzahlen

Die Städte in Grenzbrueck sind noch nicht die „Megacities“, wie wir sie heute kennen. Die Bevölkerung verteilt sich vielmehr breit in der Fläche. Grund hierfür ist insbesondere, dass der weit überwiegende Teil als Bauer seinen Lebensunterhalt aus der Bewirtschaftung von Land erzielt. Diese leben, ggf. als kleine Dorfgemeinschaften, weit verstreut auf dem Land. Die Stadtbevölkerung besteht hingegen meist aus Handwerkern, Händlern oder auch reichen Adligen (wie z. B. Rittern). Die Städte sind noch nicht derart fortschrittlich, dass sie sich weitgehend „autonomisiert“ hätten. Sie stehen immer noch unter der Herrschaft des jeweiligen Lehensherrn, zumeist eines Kronvasallen. Da die großen Städte ernorme Einnahmemöglichkeiten darstellen, werden diese üblicherweise nicht als Lehen mit vergeben, sondern nur die darum liegenden Länderein. Es gibt daher derzeit noch keine „freien Reichsstädte“ mit eigenem Senat oder Magistrat, die sich gegen den Einfluss des Adels behaupten könnten. Üblicherweise stehen den Städten Ministeriale (also Amtsadlige) eines Lehensherrn als Bürgermeister, Magistrat oder Vogt vor. Bei den nachfolgenden Einwohnerzahlen haben wir uns an realen Zahlen des europäischen Mittelalters orientiert (z. B. Köln mit ca. 50.000 oder Brügge mit 60.000 Einwohnern im späten 14. Jahrhundert). Die nachfolgende Tabelle gibt dabei einen Überblick über die größten Städte des Reiches:

Stadt Einwohnerzahl
Brueckstedt60.000
Mendt Stadt35.000
Mendt Haven20.000
Limest55.000
Staaden35.000
Ravur50.000
Dhulhardt30.000
Arkenwald30.000
Belartha25.000
Lynsbrunn40.000
Droswick15.000
Freyport20.000
Schafsteyn10.000
Loye12.000
Galdang20.000
Horns Wall10.000
Schindeln8.000
Tylox10.000
Tryx15.000

Die feudale Gesellschaft - Struktur und Inhalt

Herrschaftsform des Reiches

Das Königreich Grenzbrueck hat, wie der Name schon sagt, eine feudale Herrschaftsstruktur. An der Spitze des Reiches steht die Krone, zur Zeit getragen von Ihrer Majestät Viola Auguste von Limest. Ihr unterstehen die Kronvasallen, Herren und Damen der traditionell eigenständigeren Gebiete, als da wären Belartha, Mendreth, Hohenstaden, Tibur, Rabenfels, die Academia Clavis Mundi Grenzbrueckensis sowie Limest, welches jedoch als Hausmacht der Königin ihr Eigen und nicht an einen Vasallen vergeben ist, und die Ecclesia Grenzbrueckensis, die „Kirche“ des Reiches.

Die Provinzen Limest, Belartha, Hohenstaden und Rabenfels sind Herzogtümer. Die Akademie hat den Status des Kronvasallen nicht auf Grund ihres Landbesitzes inne, sondern ebenso wie die Kirche Grenzbruecks wegen ihrer besonderen Bedeutung für das Reich. Tibur und Mendreth sind Markgrafschaften. Tibur hat aus überlieferten Gründen der tief in der Tradition verwurzelten markgräflichen Familie niemals die Herzogsehre angenommen, und Mendreth, vormals als Unterlehen des Herzogtum Limest geführt als Grafschaft Mendt, hat erst vor kurzer Zeit wieder zu alter Größe zurückgefunden. Die Strukturen dort befinden sich noch im Wandel.

Nachfolgend und im Vasallendienste unter den Kronvasallen folgen die Grafschaften, Baronien und Rittergüter, aus denen sich jede Provinz zusammensetzt.

Die Ständegesellschaft

Die einfachste Vorstellung der ständischen Gesellschaft unterscheidet nur zwischen Obrigkeit und Untertanen. Dabei kann dieselbe Person in ihren Beziehungen zu verschiedenen Mitgliedern der ständischen Gesellschaft gleichzeitig Obrigkeit und Untertan sein. Der Adlige ist zum Beispiel Herr über die Bauern seiner Grundherrschaft und ebenso zugleich Untertan der Königin. Verbreitet ist gleichwohl die Unterteilung in eine „Drei-Stände-Ordnung“: An der Spitze der Ständepyramide steht zunächst der König bzw. die Königin, die Kronvasallen sowie die geistlichen Fürsten (wie z. B. die Vocati Priori). Der 1. Stand umfasst die Gruppe aller Geistlichen, das heißt Angehörige der hohen Geistlichkeit wie des niederen Klerus der Ecclesia Grenzbrueckensis. Ihre Aufgabe („Arbeit“) ist es, durch das Gebet und die Lesung von Messen sowie die Verbreitung des Glaubens das Seelenheil der Menschen herzustellen und dafür zu sorgen, dass diese an der Tafel der Ewgen nach dem Tode Platz nehmen dürfen. Der Heilige Severus formuliert insoweit: „Tu supplex ora“’ („du bete demütig!“). Im 2. Stand wird der Adel (die „Nobilitas“) zusammengefasst. Die Aufgabe des Adels ist die Aufrechterhaltung der weltlichen Ordnung und, insbesondere für die Ritterschaft, das Kriegswesen. Der Heilige Severus formuliert insoweit: ‚Tu protege’ („du beschütze!“). Der 3. Stand umfasst nominell alle freien Bürger sowie die freien Bauern. Im dritten Stand ist damit die große Mehrheit der Bevölkerung versammelt, die keine oder nur sehr begrenzte Herrschaftsrechte (z. B. gegenüber dem Gesinde) besitzt. „Tuque labora“ („und du arbeite!“), spricht der Heilige Severus ihnen als Aufgabe zu.

Der 1. und 2. Stand werden in Grenzbrueck weiter unterteilt nach dem sog. Blutrang. Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Blutrang hat dabei insbesondere Einfluss auf die Rechte und Pflichten und damit die Machtstellung des jeweiligen Adligen, z. B. auf Reichstagen oder im Kronrat.

Blutrang Titel/Ämter
1. BlutrangKönig, Kronprinzen
2. BlutrangKronvasallen, Großherzöge, Herzöge, Leiter der Academie und Erzkanzler der Academie, die Vocati Prior und das ecclesiale Oberhaupt
3. BlutrangGroßfürsten, Fürsten, Markgrafen, Senatoren der Academie, Äbte und Priori Superior
4. BlutrangGrafen, Barone, Reichsritter der Krone, Magier Minori
5. BlutrangReichsritter eines Mitglieds des 2. Blutranges, Magister Magni, Priore
6. BlutrangEdelherren, Ritter, Edeldamen
7. BlutrangEdelknappen eines Mitglieds des 1. und 2. Blutranges

Dieses ständische System gilt den Menschen Grenzbruecks als feste, von den Ewgen, insbesondere Acrulon, gegebene Ordnung, in der jeder seinen unveränderlichen Platz hat. Für den Adel und den dritten Stand gilt, dass jeder in seinen Stand hineingeboren wird. Ein Aufstieg ist in aller Regel nicht möglich. Verdienst oder Reichtum haben jedenfalls kaum Einfluss auf die Ständezugehörigkeit. So kann etwa ein Bürger, der als Kaufmann zu viel Geld gekommen ist, wesentlich vermögender sein als ein armer Adliger. Entsprechend der jeweiligen Stellung in der Gesellschaft hat man sich einer standesgemäßen Lebensweise zu befleißigen. Dazu gehört z. B. auch, dass jeder Stand bestimmten Kleidungsvorschriften unterworfen ist.

In der Praxis ist dieses ständische System aber seit einigen Jahrzehnten nicht mehr ganz so undurchlässig wie das oben dargestellte theoretische Konstrukt. Der Weg in den geistlichen Stand war stets eine wichtige Ausnahme. Auch Bauern- oder Handwerkersöhne können – wenn auch schwierig – gelegentlich bis zum Abt aufsteigen. Vor allem seit gut einhundert Jahren ist es nach und nach Praxis in Grenzbrueck geworden, dass die hohen Adligen die Bildung des so genannten Amtsadels („Ministeriale“) fördern, also Angehörige des dritten Standes mit einem speziellen Amt beauftragen und sie mit einem Adelstitel belohnen. Der Abstieg aus dem Geburtsstand kommt ebenfalls vor, so z. B. wenn man als Adliger aus finanziellen Gründen nicht mehr zu einer standesgemäßen Lebensweise in der Lage ist.

Politik

Innenpolitik

Das Königreich Grenzbrueck wird geführt durch Viola Auguste I. zu Limest von Grenzbrueck. Die junge Königin hat in mehreren Landreformen ihr Reich in sieben Kronlehen aufgeteilt, nämlich das Herzogtum Limest als königliches Stammlehen und Hausmacht, die Protectorate der Academia Clavis Mundi, das Großherzogtum Hohenstaden, das Herzogtum Belartha, das Herzogtum Rabenfels, die Markgrafschaft Tibur und die Markgrafschaft Mendreth. Die Ecclesia Grenzbrueckensis verbleibt bislang ohne nennenswerten eigenen Landbesitz. Die Herzöge, Markgrafen, der Leiter der Akademie und der oberste Kirchenvertreter bilden zusammen mit der Königin den Kronrat. Das Wort der Königin gilt absolut und uneingeschränkt. Sie herrscht zugleich als oberste Patronin der grenzbruecker Religion. Im Reych herrscht ein strenges, aber gerechtes Rechtssystem, das einem feudalem, mittelalterlichem Lehenssystem entsprechend aufgebaut ist.

Außenpolitik

Diese wird in der Hauptsache durch den Kronrat bestimmt. Es wird (zumeist) ein politischer oder diplomatischer Weg gesucht, Konflikte zu lösen und um mit anderen menschlichen Völkern Frieden zu schließen und Bündnisse zu schmieden. Wer Hilfe sucht, dem wird mit allen Mitteln geholfen, seien es auch Geld und Waffen. Wer aber das Reich angreift oder ein erklärter Feind ist, der wird lange und hart verfolgt. Grenzbrueck strebt nach ständigen Bündnissen zu Allianzen des Lichtes. Momentane (zumeist lose) Bündnisse bestehen zu Condra, zum Bruderbund, zu Engonien, zu Trawonien und zu Kaotien.

Kultur

Grenzbrueck wurde in der jüngsten Vergangenheit von einigen schweren Kriegen gegen die Schatten und die Orks geschüttelt. Weite Teile des Landes wurden in Mitleidenschaft gezogen, weshalb die Kultur vielerorts erst wieder im Aufbau begriffen ist, von den Eindrücken der vergangenen Schlachten geprägt. Die Grenzbruecker Kunst konzentriert sich in erster Linie auf Malerei und in letzter Zeit verstärkt auch auf Bildhauerei. Maler stellen hauptsächlich Motive der vergangenen Schlachten dar oder Adelige und das höfische Leben, wobei letztere Motive in der Regel von den dargestellten Personen in Auftrag gegeben wurden und entstanden, um deren Gunst zu erhalten. Das Leben der „einfachen“ Bevölkerung gilt nicht als darstellenswert. Darüber hinaus ist es unüblich, dass Bilder mit den Namen der Maler versehen werden. Man unterscheidet sie, wenn überhaupt, nach Stilen. Das Werk der Maler steht im Dienste der „göttlichen Ordnung“ und es wäre anmaßend, Ruhm dafür einstreichen zu wollen, indem man seinen Namen darunter setzt. Im Allgemeinen ist die Kultur in Grenzbrueck besonders im Herzogtum Hohenstaden ausgeprägt. Dort legt man viel Wert auf Vergnügen, Gesang und Tanz, aber auch die besten Maler sind dort am Hofe beschäftigt. Darüber hinaus ist Hohenstaden das einzige Herzogtum Grenzbruecks, in dem Wandteppiche mit Bilddarstellungen geknüpft werden. Das Leben bei Hof ist dort geprägt durch Dekadenz und Kurzweil. In Grenzbrueck hat der Minnegesang große Bedeutung, wobei hiermit nicht der Gesang von Verehrern für ihre Damen gemeint ist, sondern vielmehr das erzählen epischer Geschichten in Form eines Liedes. Musik dient grundsätzlich neben der allgemeinen Erheiterung dazu, jene Epen zu vertonen und ist darüber hinaus keine besonders ausgeprägte eigene Kunstform. Besonders erwähnenswert ist die Goldschmiedekunst, der in der Baronie Laudarin in Mendreth große Bedeutung zukommt. In einigen größeren Städten, so in Grenzbrueck Stadt und in Droswick in Arkenwald decken besonders reiche Bürger ihre Dächer mit unterschiedlich farbigen Schindeln. Auf diese Weise entstehen Bilder und Wappen auf den Dächern. Die Schindeln hierfür werden aus den Steinbrüchen in Gruenewald in der Markgrafschaft Arkenwald bezogen. Besonderer Stolz des Herzogs ist der kunstvoll gestaltete dreiflügelige Myrna-Altar, den Herzog Tassilo in seiner Hauskapelle in Belartha aufgestellt hat. Beliebt sind Hof- und Volkstänze, wobei bei Hofe Schreittänze bevorzugt werden.

Zeitrechnung und Kalender

In Grenzbrueck gibt es verschiedene Zeitrechnungen. Die offizielle und wohl auch geläufigste Zeitrechnung ist der Conradische Königskalender. Er datiert das Jahr Null auf die Thronbestiegung Conrads II. vor ca. 1400 Jahren, welcher zum ersten Male von der Königswürde in Grenzbrueck spricht. Danach ist das Jahr in 365 Tage mit einer 7-Tagewoche und zwölf Monaten unterteilt. Die Monatsnamen lauten: Acrunus (Januar; nach Acrulon, dem obersten Gott Grenzbruecks), Firnting (Februar), Hochfluten (März), Yrlsliedt (April, nach Yrla, Göttin der Natur), Silinas (Mai), Maewsmondt (Juni, nach Maewon, Gott der Magie und des Schicksals), Luvend (Juli, nach Luvenia, Göttin der Wasser), Hatzing, Harneys, Gilbhardt, Foggen und Myrnsmondt (nach Myrna, meistverehrte Göttin in Grenzbrueck, Göttin von Heim und Herd). Daneben gibt es die Zeitrechnung der Academia Clavis Mundi Grenzbrueckensis, die das Jahr null auf die Gründung des Reyches durch Abnon von Limest zurückdatiert. Sie wird vor allem in Gelehrtenkreisen genutzt, wenngleich sich auch dort inzwischen die conradische Zeitrechnung durchsetzt. Ferner haben einzelne Provinzen eigene Zeitrechnungen und Kalender, so etwa das Herzogtum Rabenfels.

Ausführlicheres findet sich im Calendarium.

Religion

In Grenzbrueck herrscht ein Vielgötterglauben vor. Das Pantheon setzt sich im wesentlichen aus zwei Parteien – Gut (Acrulon) und Böse (Lech) – zusammen, welche stetig um die Vorherrschaft kämpfen und ihren Einfluss auf Erden mehr oder weniger direkt zu mehren suchen. Verehrung erfahren vor allem:

  • Acrulon, Gottvater und oberster Richter;
  • Maewon, Gelehrter der Götter, Herr der Magie und des Schicksals;
  • Myrna, die Gütige und milde Göttin des einfachen Volkes;

Im Volksglauben dominiert die Anbetung der Myrna, von der sich die Bevölkerung Schutz und Vergebung erhofft. Unter Gelehrten ist der Glaube an Maewon weit verbreitet, während nur wenige religiöse Eiferer den strengen Arculon anbeten. Die bösen Gottheiten werden dagegen nicht oder nur im Verborgenen verehrt, was nicht bedeutet, dass die Zahl ihrer Anhänger unbedeutend wäre, denn meist nehmen die dunklen Götter unmittelbaren Einfluss auf die Geschicke ihrer Jünger und manch einer erhofft sich so göttlichen Vorteil.

Ausführlicheres findet sich bei der Ecclesia.

Gesetze

Das Grenzbruecker Recht ist im Laufe der Jahrhunderte viel entwickelt und ständig fortgeschrieben worden. Es gibt zahlreiche Gesetze, weshalb an dieser Stelle nur die wichtigsten namentlich erwähnt werden sollen. Zum ersten regelt der „Corpus Iuris Violensis“ das bürgerliche Leben und die ständische Ordnung. Er enthält daneben Regularien bezüglich des allgemeinen Erbrechts, des Eherechts, des Kauf- und Handelsrechts und stellt die Grundlage des Grenzbruecker Feudalsystems dar. Daneben wird hierin auch das Kriegsrecht beschrieben. Die „Peynliche Halsgerichtsordnung für die Grenzbruecker Lande“ regelt das Strafrecht und insbesondere auch das Strafprozessrecht. Die Urteilsfindung ist ebenso „fortschrittlich“ wie das Beweisrecht geregelt. Die Strafen sind meist streng und grausam, und der „Miszethaeter“ hat in den meisten Fällen mit dem Tode, jedenfalls aber mit einer körperlichen Züchtigung zu rechnen. Neben diesen beiden Grundpfeilern der Ordnung des Reyches regeln Nebengesetze wie etwa der Corpus Iuris Academiae Clavis Mundi Grenzbrueckensis die Pflichten und Privilegien bestimmter Stände oder Berufszweige.

Ausführlicheres findet sich unter Recht und Gesetz.

Militärwesen, Waffentechnik und Rüstungsstand

Rüstung und Waffentechnik in Grenzbrueck befinden sich nicht auf einem einheitlichen Standard. Während mancherorts das Gambeson die einzige Rüstung ist, wird anderswo, besonders beim kämpfenden Adel, die Plattenrüstung bevorzugt. Generell ist jedoch von der einfachen, gefütterten Rüstung, über Kettenhemden, gehärtetem Leder, bis hin zu Plattenpanzern alles zu finden und vertreten. Beim Waffenbild bleibt festzustellen, dass das Schwert sowie Wuchtwaffen sich der größten Beliebtheit erfreuen. Zwar werden auch vereinzelt Stangenwaffen benutzt, diese jedoch nur in großen Verbänden fester Heere. Besonders zu erwähnen seien die Feuerrohre, deren Ladungen jeden Gepanzerten sofort zu Boden zwingen. Diese Waffen sind so gefährlich und kompliziert, dass sie nur von speziell ausgebildeten und im Handwerk geschulten Kriegern genutzt werden können. Sie sind äußerst selten im Reich anzutreffen.

Es gibt keine stehende Heere in Grenzbrueck, weil diese im Unterhalt viel zu teuer wären. Den Schwerpunkt der Heere bilden die Ritter, die die Krieger des Reiches sind und dieses Handwerk quasi betreiben. Die Königin und ihre Kronvasallen sowien alle Lehnsherren setzen auf ein Fyrd, dass im Krisenfall oder bei anderem Bedarf aufgestellt wird und auf Kosten des Lehnsmannes ausgerüstet werden muss.

Besonders zu erwähnen seien hier die Haderlumpen, bislang unter dem Befehl von Ritter Aldemar zu Brechfels. Diese Einheit besteht ausschließlich aus Strafgefangenen, die zum Tode verurteilt sind. Die Haderlumpen stellen oft die Kräfte der ersten Stunde - und meistens auch der letzten… Da Haderlumpen nichts mehr zu verlieren haben (einschließlich Ihres Lebens), werden sie oft zu Himmelfahrtskommandos eingesetzt. Des Weiteren seien die Bumms und die Katzsteyger Kumpanie zu nennen, die einzigen (Soeldner-)Einheiten in Grenzbrueck, die es bislang fertigbrachten, das Schießpulver in Verbindung mit den Feuerrohren über einen längeren Zeitraum einzusetzen, ohne sich selber mehr als nötig zu verletzen. Die Bumms gehören zu den Lauensonner Löwen, stehen also im Dienste der Academie, während die Katzsteyger Kumpaney ein frei handelnder Söldnerhaufen ist.

Ausführliches zum Heer-, Kriegs- und Militärwesen, insbesondere auch zum Rittertum findet sich unter der Rubrik Heer-, Kriegswesen und ritterliches Selbstverständnis

Magie und Alchemie

Magie und Alchemie, ebenso wie auch Wissenschaft und Forschung, sind in Grenzbrueck Sache einer Institution: der Academia Clavis Mundi Grenzbrueckensis, welche durch den Hohen Rat unter Vorsitz des Senator Maximus et Superior, derzeit Magus Anima Cecil d’Ashencourt, vertreten wird. Dabei ist Magie heutzutage keinesfalls eine alltägliche Sache in Grenzbrueck. In unserem Spielverständnis stellt sie in heutiger Zeit – anders als etwa in der weit zurückliegenden Vergangenheit des Reiches, als die Hochkultur der Belarthaner und Limester den astralen Raum und diese Kräfte vielfältig nutzten – mehr ein übernatürliches Wunder da. Ihre Anwendung ist gefährlich, nur mit größter Sorgfalt und Obacht darf sie eingesetzt werden und weite Felder der magischen Strukturen sind unerforscht, weshalb das Wirken von Magier unter strenge Auflagen und die Überwachung durch die Academie gestellt wurde. Zauber werden nur sehr selten in der Academie oder auch in ganz Grenzbrueck gewirkt. Sie werden mit gesundem Respekt erforscht und ergründet, nach hermetischem Verständnis analysiert und geordnet und das erworbene Wissen in den großen Bibliotheken der Academie archiviert. „Die Kerze, mit einem einfachen Lehrlingszauber entfacht, vermag einen großen Schatten zu werfen“, sind die mahnenden Worte, die ein Novize der Academie in den ersten Vorlesungen zu hören bekommt. Ein ständig mit Feuerbällen um sich werfender Kampfmagus wird daher bestimmt nicht aus Grenzbrueck stammen.
Aus den genannten Gründen bedürfen Besucher wie auch einheimische Magier und Alchemisten, die nicht Mitglied dieser Institution sind, eine Konzession durch die Academie, um Magie straffrei zu wirken oder auch wirksame Tränke herzustellen. Die Magie spielt aber noch auf der anderen Seite, derjenigen des Feindes, eine große Rolle. Der Feind, von welchem hier die Rede ist, ist Morbus (siehe unter Rassen und Monstern), auch Schattenprinz genannt. Er nutzt die uralten, mystischen Stränge jenes astralen Netzes, das einst vom Volke der Belarthaner gewebt wurde. Er durchdringt sie mit seiner wahnsinnig machenden Essenz und verschafft sich hierdurch Zutritt zu Orten im Reich, die seine Kreaturen auf andere Weise nicht erreichen könnten.

Ausführlicheres findet sich bei der Academia Clavis Mundi Grenzbrueckensis.

Rassen und Monster

In Grenzbrueck leben an zivilisierten Rassen nahezu ausschließlich Menschen. Überreste alter Zwergensiedlungen wurden zwar in den Gebirgen gefunden, sind aber offenbar seit Generationen verwaist. Einige wenige Elben sollen im Norden des Reiches gelebt haben, aber diese Geschichten stellten sich als inhaltslose Märchen heraus. Die Facette an Monstern und widerwärtigen Kreaturen dagegen ist Legion. Vor allem die mannigfaltigen Kreaturen des dunklen Feindes, welche die Schattenlande oder die Orckenmaare bevölkern, zu katalogisieren, würde einen ganzen Almanach füllen. Morbus ist einer der Namen dieses Feindes, nach dem Glauben der meisten Grenzbruecker ein „verstoßener böser Gott, der in irdische Fesseln gelegt wurde und nun nach Befreiung trachtet“. Im Kriege gegen die Menschen bedient er sich dabei seiner vier Lakaien: sein Feldherr, „Morbus Hand“ genannt, sein Prophet, „Morbus Mund“ geheißen, sein Seher „Morbus Auge“ und sein den Geist verführendes „Antlitz“. Diese vier Gesellen führen seine Legionen an Schatten, Untoten, Ghulen und anderem widerwärtigen Gezücht. Die Orcken aber sollen hier ebenso wie die Rattenmenschen noch gesondert erwähnt sein. Erstere besiedelten bis zum Jahre 1407 p.r.c., in welchem sie schlussendlich wieder vertrieben wurden, die Ruinenstätten des alten Belartha, welches daraufhin die Bezeichnung „Orckenmaare“ offiziell ablegte. Bis heute aber bewohnen kleinere Ansammlungen von ihnen noch Enklaven und unbesiedelte Landstücke vor allem im Osten des Herzogtums Belartha. Die mannsgroßen Rattenmenschen sind erst vor kurzer Zeit in vielen Teilen des Landes aufgetaucht, ihr Ursprung und ihr Ansinnen ist noch unergründet. Vielerorts werden sie „Alt-Belarthaner“ genannt, aber ob diese Bezeichnung zutrifft, haben sie bislang nicht bestätigt.


Die Kronlehen

Herzogtum Limest

Lehen

Großherzogtum Hohenstaden

Details

Groszherzogtum Hohenstaden (klicken zum Vergrößern)

Lehen

Herzogtum Belartha

Lehen

Tiburische Mark

Lehen

Markgrafschaft Mendreth

Lehen

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